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Eine Kamera für alle Fälle: Die Lumix L10

Eine Kamera, die fast alles kann, ist für viele Amateur Fotografen schon lange ein nicht erfüllter Traum. Wenn sie dann noch klein und leicht ist und in die Jackentasche passt, erfüllt sie auch die Ansprüche für Doku-, Reise- und Street-Fotografie.

 

Immer wieder wird von Influencern auf Social Media Plattformen behauptet, dass es im Bereich MFT Sensor keine Neuheiten mehr geben wird. Panasonic hingegen zeigt, wie man MFT-Kameras noch verbessern kann. Die Lumix L10 ist ein gelungenes Schmuckstück in einem ansprechenden Design.

Die Kamera fällt mit ihren 508 Gramm Gewicht und einer Größe ähnlich einer Fujifilm X-M5 oder einer Lumix GX80 nicht wirklich auf, was bei manchen Fotoprojekten von Vorteil ist. Trotzdem lässt sie beim Handling mit vielen Knöpfen und Drehrädern keine Wünsche offen. Den Sensor mit effektiven ca. 20 MP hat sie sich von der GH7 ausgeborgt und den schnellen Auto Fokus von der Lumix G9II. Somit darf man sagen, dass mit Ausnahme vom LEICA DC VARIO-SUMMILUX 24–75 mm F1.7–2.8 Objektiv, neue Technik verwenden darf.

 

Was für Fotografen wichtig ist, wie ein Sucher, ein Hot-Schuh und ein extra Knopf für LUTs ist mit dabei und für Videografen gibt es ein Flip Display und einen Mikrofon Eingang für externe Mikros. Allerdings klingen auch die intern verbauten Mikrofone auch recht gut. Zusätzlich gibt es als Zubehör ein Lumix Mikrofon von Panasonic mit 32 Bit Aufnahmemöglichkeit für den Hot-Schuh. Hier können 4 Kanäle aufgenommen werden.

Für Videografen gibt es 3 verschiedene LUTs, direkt in der Kamera oder einen V-Log für flaches Profil. Gefilmt wird mit 4K oder HD und es gibt einen extra Zeitlupen Modus. Mit MPG Light Videos kann auch am Smartphone geschnitten und publiziert werden.

 

Mit einem Schalter am Objektiv kann man das Format wählen: 4:3, 3:2, 16:9, 1:1 was für Content Creator die Arbeit erleichtern kann. Somit wird die Lumix L10 auch für Creator und Foto- oder Video-Reporter interessant. Die Bildqualität ist nicht nur für Bildpräsentation am Bildschirm ausreichend, sondern kann auch bis zum Format A2 gedruckt oder ausgearbeitet werden.

Was mich auch noch zusätzlich an dieser Kamera erfreut ist, dass sie einen Zentralverschluss verbaut hat. Das ermöglich das Blitzen bei Verschlusszeiten mit bis zu 1/2000 Sekunde. Mit mechanischem Verschluss schafft die Kamera 11 Bilder pro Sekunde und mit elektronischen Verschluss 30 Bilder. In Verbindung mit der ausgezeichneten Bildqualität lassen sich mit dem Leica Objektiv auch Makros mit einem Mindestabstand von 3 cm aufnehmen.

Alles in allem überzeugt mich diese Kamera und erste Foto und Video-Tests damit waren für mich sehr erfreulich. Die Kamera liegt gut in der Hand und kann mit den Knöpfen teilweise, wie mit einer analogen Kamera bedient werden. Es macht einfach Spaß mit ihr zu arbeiten. Leider zeigte ein Audiotest, dass man mit DJI Mini Micro keine Audioquelle erfassen kann, ganz egal, was man im Menü einstellt. Die Kamera bietet zwar die Varianten Stromversorgung durch Kamera oder ohne und mit Line Eingang für andere Audioquellen, was aber leider nichts ändert. Ein weiterer Test mit Funkmikrofonen von Insta360 hat bestens funktioniert. Deshalb muss ich annehmen, dass die DJI-Funkmikros per Software verhindert werden. Was mir leider abgeht ist ein Eingang für Kopfhörer, um den Ton besser kontrollieren zu können. Vielleicht gibt es in Zukunft hier noch ein Firmwareupdate, sodass man auch über den USB-C Eingang Kopfhörer anschließen könnte.

 

Jedenfalls steht für mich fest, dass ich dieses Schmuckstück nicht mehr her geben werde und meine Zuseher auf YouTube dürfen sich auf viele Fotos und Videos, die mit der Lumix L10 produziert werden, freuen.

 

Juni 2026 (c) Harald Mizerovsky

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